"Wir suchen und pflegen Kontakte zu Menschen in Wittens Partnerstädten"

Israel: Rakete schlägt in Partnerkreis von Witten ein

  Ein verbranntes Auto liegt nach Raketenangriffen mit dem Dach auf einer Straße. Bei den bisher schwersten Raketenangriffen auf Israels Küstenmetropole Tel Aviv seit Beginn des Nahostkonflikts sind mindestens drei Menschen getötet worden. Auch in Lew Hasharon, dem Partnerkreis von Witten, schlug eine Rakete ein.  Foto: Ilia Yefimovich / picture alliance/dpa
Ein verbranntes Auto liegt nach Raketenangriffen mit dem Dach auf einer Straße. Bei den bisher schwersten Raketenangriffen auf Israels Küstenmetropole Tel Aviv seit Beginn des Nahostkonflikts sind mindestens drei Menschen getötet worden. Auch in Lew Hasharon, dem Partnerkreis von Witten, schlug eine Rakete ein. Foto: Ilia Yefimovich / picture alliance/dpa

WAZ. Mit großer Sorge verfolgt Alt-Bürgermeister Klaus Lohmann die militärische Eskalation in Israel und im Gaza-Streifen. Eine Rakete, die die Hamas abgefeuert habe, sei mitten in Lew Hasharon eingeschlagen, dem Partnerkreis von Witten, der im Großraum Tel Aviv liegt. „Gott sei Dank wurde kein Mensch und kein Haus getroffen“, sagt der 85-Jährige.

Langjähriger Jugendaustausch zwischen Partnerkreis in Israel und Witten

Dutzende Male hat er als Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Witten seine Freunde im Nahen Osten besucht. Auch ein Schüleraustausch gehört fest zur Partnerschaft zwischen Witten und Lew Hasharon. Dort gibt es 16 sogenannte Moshaws, genossenschaftliche Siedlungen mit Privatbesitz. Laut Lohmann traf die Rakete die Moshaw Porat.

„Die Israelis sind richtig geschockt“, berichtet Lohmann. Nun fürchtet er nicht zuletzt angesichts der massiven Gegenschläge der Israelis, die „noch nie so intensiv Bodentruppen rekrutiert haben“, den Ausbruch eines Krieges. Das stimme ihn um so trauriger, da viele Palästinenser und Israelis lange „eigentlich friedlich miteinander gelebt haben“.

Alt-Bürgermeister: „Zwangsräumungen kein Anlass für Bomben der Hamas“

Viele Menschen hielten Zwangsräumungen von Häusern der Palästinenser in Ost-Jerusalem nicht für richtig, sagt Lohmann: „Das rechtfertigt aber nicht die Bomben der Hamas.“ Nun müsse der UN-Sicherheitsrat schnellstens auf eine Waffenruhe hinwirken. An einen Besuch in dem 20.000 Einwohner starken Lew Hasharon, den seit 1979 (damals Ein Wered) beziehungsweise 1985 eine offizielle Städtepartnerschaft mit Witten verbindet, ist vorerst jedenfalls nicht zu denken. Klaus Lohmann ist in Gedanken und mit dem Herzen dort.

WAZ-Bericht von Jürgen Augstein-Peschel

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