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Den diesjährigen Partnerschaftspreis erhielt das österreichische Mallnitz
Den diesjährigen Partnerschaftspreis erhielt das österreichische Mallnitz

Bericht aus der WAZ von Daniel vom Bruch. 30 Jahre Partnerschaft zu Barking and Dagenham (England), Lew Hasharon (Israel) und Mallnitz (Österreich), zehn Jahre Partnerschaft mit Tczew (Polen). Witten feierte am Sonntag in der Volkshochschule viele Jubiläen. Als Höhepunkt der Feierstunde verlieh Altbürgermeister Klaus Lohmann den diesjährigen Partnerschaftspreis an die Stadt Mallnitz.

Die VHS glich am Sonntagmittag einem modernen Babel. Viele verschiedene Sprachen waren zu hören. Jede Partnerstadt – auch die französische Stadt Beauvais und Bitterfeld-Wolfen – schickten Abgesandte ins Ruhrgebiet. Die Delegationen hatten jeweils ihren Stadtwimpel auf den Tisch gestellt. Die Mallnitzer trugen dazu landestypische Trachten, die an bayerische Lederhosen und Dirndl erinnerten.

Wittens Bürgermeisterin Sonja Leidemann saß am Tisch der Bitterfelder und der Franzosen aus Beauvais. Sie trug eine silberne Kette mit den Wappen aller Partnerstädte. „Vielen Dank an alle Delegationen”, sagte sie. „Die drei letzten Tagen, die sie alle hier in Witten verbrachten, waren sehr schön.” Danach hatte Leidemann Mühe, die vielen Geschenke, die sie von den Bürgermeistern und Stellvertretern der Partnerstädte überreicht bekam, an ihren Platz zu tragen.

Altbürgermeister Klaus Lohmann läutete mit einer riesigen Kuhglocke die Verleihung des Partnerschaftspreises ein. In einer launigen Rede erklärte der Präsident des Partnerschaftsvereins Witten, wie die Partnerschaft mit dem diesjährigen Preisträger, der Stadt Mallnitz, zustande kam. Herrmann Pucher, ehemaliger Bürgermeister des 1000-Einwohner-Dorfes in Österreich, habe ihm 1979 gesagt, erzählte Lohmann, dass mit so einer kleinen Stadt niemand eine Partnerschaft eingehen würde. Wittens damaliger Bürgermeister fackelte nicht lange: „Ich habe ihm die Hand gereicht und sofort eine Partnerschaft klar gemacht.”

Wittens Stadtrat sei von diesem Alleingang nicht so begeistert gewesen. „Die sagten mir, dass ich das nächste Mal erst fragen solle, bevor ich so etwas in die Wege leite”, sagte der Alt-Bürgermeister lachend und überreichte dem jetzigen Mallnitzer Bürgermeister Günther Novak ein Gemälde und ein Buch der Wittener Künstlerin Anne Bahrinipour.