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Der Wittener Partnerschaftsverein präsentierte am Samstag (5.9.) das Fest 113
Der Wittener Partnerschaftsverein präsentierte am Samstag (5.9.) das Fest 113

Bericht aus der WAZ von Michaela Schloemann. Exotische, betörende Essensdüfte erfüllen das sozi-kulturelle Zentrum an diesem Nachmittag. Es riecht nach gebratenen Nudeln, Käse und frischem Kaffee. Kulinarische Vielfalt aus Georgien und von den Philippinen.

Das ist nur einer von vielen sinnlichen Eindrücken beim Gemeinschaftsfest der über 100 in Witten lebenden Nationalitäten. „Das ist doch total spannend, andere Kulturen kennen zu lernen" erklärt Josi Mantey, warum sie dabei ist. Mit einem frischen georgischen Kaffee und ein paar Keksen schlendert sie an den Infoständen von Kneipp-Verein, Quabed und Caritas vorbei. Den dort ausliegenden Integrationsknigge nimmt sie sich mit: „Man kann doch immer was dazulernen.”

Das Motto gilt auch für die zahlreichen Kinderaktionen. Neben Kinderschminken wird zum Postkartenbasteln aufgerufen. Im angedeuteten Briefkasten auf der Tafel hängen am Abend viele bunte selbst gebastelte Postkarten. „Für Mama - ich hab dich lieb” bis zu Grüßen für die Verwandten in Griechenland und auf den Philippinen gibt es hier viel zu lesen und zu entdecken. Während Julia ihre Postkarte noch schnell symbolisch in den Briefkasten wirft, ist ihre Mutter schon auf dem Weg in den großen Saal.

Neben bekannten und unbekannten Tänzen aus aller Welt zieht vor allem die Zaubershow „Magic Academy” mit sechs jungen Nachwuchszauberern die Zuschauer in ihren Bann. Perfekte Illusionen, die auch ohne (deutsche) Sprache begeistern.

Und gegen Julias aufkommenden Hunger gibt es ein ganz besonderes Andenken: ein Zwiebelchiabatta-Brötchen mit einer kleinen Oblate mit der Zahl 113. „Lecker”, findet die Fünfjährige und kaut zufrieden das tägliche Brot, das alle Nationen miteinander verbindet.