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Wittener beschäftigen sich in Kursk mit Umweltschutz

Gespräche zum Thema Klimawandel waren ein Schwerpunkt der Reise von Wittenern nach Kursk. Foto: Rita Boele
Gespräche zum Thema Klimawandel waren ein Schwerpunkt der Reise von Wittenern nach Kursk. Foto: Rita Boele

WAZ. 17 Teilnehmer des Freundeskreises Witten-Kursk erlebten bei ihrem Besuch in der russischen Partnerstadt ein abwechslungsreiches Programm mit Begegnungen, Gesprächen und Besichtigungen. Dabei standen die Themen Klimawandel und Umweltschutz im Mittelpunkt.

Am ersten Tag besuchte die Gruppe kurz vor der Eröffnung ein Schulzentrum im neuen Wohngebiet „Quartier Nord“. Dort waren die Grünanlagen fast fertig: mit 40 verschiedenen Baumarten, 300 Pflanzensorten und einem Schulrosarium. Die stellvertretende Bürgermeisterin Marina Soynikova begrüßte die Wittener Gäste, wobei sie den besonderen Wert der Umweltschutzanstrengungen im Meinungs- und Erfahrungsaustausch der Partnerstädte hervorhob.

So will die Verwaltung Kursk unter dem neuen Bürgermeister Viktor Karamyshev die Stadt grüner machen. Geplant sind u.a. ein „grüner Ring“ um die Stadt, der Bau begrünter Parkplätze, den ÖPNV mit Straßenbahnen und Elektrobussen zu entwickeln, Müll zu trennen und zu recyceln. In mehr als 50 Parks und Grünanlagen werden nur noch heimische Baumarten gemeinsam mit den Bürgern angepflanzt.

Im Konferenzsaal der Universität Kursk erläuterten vier Wissenschaftler und eine Studentin von der Fakultät Naturwissenschaften ihre Untersuchungen zu Klimamerkmalen, Topographie, Pflanzen- und Tierarten des Gebietes. Dabei kam etwa heraus: geringere Niederschläge, mildere Winter, Absenkung des Grundwasserspiegels, kranker Zustand der Bäume, Artensterben, zunehmende Luftverschmutzung, Waldbrände – „Entwicklungen, die wir auch in unseren Städten kennen“, wie die Wittener feststellten. Weitere Aktivitäten: Die Universität informiert über Forschungsergebnisse in den Medien und ist an stadtplanerischen Projekten beteiligt. Die Studentenschaft will Aufräumaktionen und die Einführung der Mülltrennung auf dem Campus angehen.

Besonders die Gastfreundschaft und die Herzlichkeit der russischen Freunde machte die Woche wieder einmal zu einem besonderen Erlebnis, sind sich die Teilnehmer einig. Der Besuch der Kursker Gruppe erfolgt im Juni 2020. Auch die vom Freundeskreis initiierten Schulpartnerschaften sind weiterhin mit gemeinsamen Projekten aktiv, im September findet ein Besuch der Hardenstein-Schule in Kursk statt.

WAZ-Bericht