Vergabe des Partnerschaftspreises 2017

WAZ. Wenn wegen der Zwiebelkirmes Gäste aus fast allen Partnerstädten versammelt sind, ist das der ideale Rahmen für die Vergabe des Partnerschaftspreises. Beim Festabend am heutigen Samstag im Bistro B werden diesmal gleich zwei Wittener ausgezeichnet, die sonst nicht so gern im Vordergrund stehen: Lilo Dannert und Udo Schulte sind die Preisträger 29 und 30.

Der Name Udo Schulte ist eng verknüpft mit den Kontakten zu Barking and Dagenham. Als Sportfischer hat er gemeinsam mit dem unvergessenen Rüdiger Dupke so manche Fahrt in die englische Partnerstadt organisiert und so manche Besuchergruppe aus der Partnerstadt betreut. Weil ihm das wichtig ist, hat er sich auch im Barking-Dagenham- Witten-Club engagiert. Er ist bis heute immer dabei, wenn der Club beim Partnerschafts-Flohmarkt versucht, Kontakte zu knüpfen und die Kasse etwas aufzubessern.

Und wenn der Club einmal einen Raum für eine Zusammenkunft braucht – bei den Sportfischern hat er nie vergebens angefragt. Und jedes Mal stand dann auch eine Mannschaft für den Service zur Verfügung. Insofern steht Udo Schulte auch stellvertretend für den gesamten Sportfischer-Verein.

Lilo Dannert hat viele Jahre lang dafür gesorgt, dass „schwierige“ Schüler in Mallnitz erlebten, was es heißt, Rücksicht zu üben, Verantwortung zu übernehmen. Auch für die Verpflegung und die Sauberkeit im Haus. Ihre Klassen begannen das neue Schuljahr regelmäßig in der österreichischen Partnergemeinde und mussten sich selbstständig durchschlagen. Klar, dass dabei viele Kontakte zu Mallnitzern entstanden sind. Ein wichtiger Brückenschlag also. Der Partnerschaftsverein hat sich nicht nur die Förderung von Wittens internationalen Beziehungen zum Ziel gesetzt, sondern erhebt seine Stimme auch gegen jede Form von Ausländerfeindlichkeit. Lilo Dannert ist einen Schritt weiter gegangen und hat sich sehr engagiert für Ausländer-Freundlichkeit.

Ihr Engagement für den Help-Kiosk hat vielen Neu-Wittenern den Alltag erträglicher gemacht und sie einen Schritt vorangebracht, damit sie in unserer Mitte heimisch werden. Beide Aspekte konnte Lilo Dannert 2016 unter einen Hut bringen, als sie eine Gruppe junger syrischer Flüchtlinge mit ins Internationale Jugendcamp nach Mallnitz brachte und betreute. Dies war eine Bereicherung.

WAZ-Bericht

weitere Fotos auf www.witten.de

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